Verbände der Holz- und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen e.V. (VHK)
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Datum 11 / 2012
Mandant Verbände der Holz- und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen e.V. (VHK)
Kategorie Presse-Information
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Konjunktur schwächt sich ab
Deutsche Küchenmöbelindustrie rechnet für 2012 mit nur leichtem Wachstum

Auch im Küchenmöbelsektor widerspiegelt sich im 2. Halbjahr 2012 deutlich die sich abschwächende Konjunktur. Während im ersten Halbjahr aufgrund der Rezessionserscheinungen in vielen Exportregionen durch die Euro-Schuldenkrise nur das Auslandsgeschäft schwächelte, zeigt die Umsatzentwicklung der deutschen Küchenmöbelindustrie ab Juli 2012 auch im Inland nach unten. Der Verband der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK e.V.), Herford, rechnet dennoch bis Jahresende mit einem saldiert positiven Wachstum in der verbandsseitig prognostizierten Größenordnung von ca. 3%.

Die deutsche Küchenmöbelindustrie ist in den ersten drei Quartalen des Jahres 2012 um 4,8% gewachsen. Dies teilte der Verband der Deutschen Küchenmöbelindustrie bei Veröffentlichung der statistischen Zahlen bis September 2012 mit. Dabei verläuft das Inlandsgeschäft mit +6,8% immer noch deutlich besser als das Auslandsgeschäft, das demgegenüber mit +1,4% zwar nominal im Plus, unter Berücksichtigung der Inflationsrate allerdings faktisch rückläufig ist.

Starke Wettbewerbspositionen sichern Zuwächse

Diese auf den ersten Blick durchaus positiven Werte rühren allerdings in erster Linie aus dem ersten Halbjahr. So betrug die Wachstumsrate „gesamt“ zum 30. Juni noch 6,6% im Vergleich zum Vorjahr, hat sich also bis Ende September um knapp 2% abgeschwächt. Vergleichbares gilt für das Inlandsgeschäft mit einem Umsatzzuwachs von 8,9% zum 30. Juni gegenüber 6,8% zum 30. September 2012 bzw. für die Auslandsumsätze mit 2,6% zum 30.6. gegenüber 1,4% zum 30.9.2012.

Nach Angaben von VdDK-Hauptgeschäftsführer Dr. Lucas Heumann wird in diesen Zahlen die auch in der Bundesrepublik Deutschland zunehmend schwächelnde Konjunktur deutlich. Dr. Heumann: „Es bestätigt sich, dass sich Deutschland in einer von Rezession gezeichneten Euro-Zone nicht vom Umland vollständig abkoppeln kann. Dessen ungeachtet haben aber der Immobilienboom in Deutschland sowie die Neigung der deutschen Verbraucher, in Sachwerte zu flüchten, uns eine recht positive Verbraucherstimmung verbunden mit starker Inlandsnachfrage nach Möbeln beschert. Allerdings verliert diese seit Jahresmitte zusehends an Dynamik.“

Unternehmen wie Beschäftigte profitieren gemeinsam

Positiv ist hervorzuheben, dass die Tendenz bei den Beschäftigtenzahlen in der deutschen Küchenmöbel-Branche unverändert im Plus liegt. Per 30.9.12 wurden 4,2% mehr Arbeitnehmer in der Küchenmöbelindustrie beschäftigt als im Vorjahr. Dies ist nach Angaben des Verbandes das Ergebnis einer verantwortungsvollen Tarifpolitik und einer deutlichen Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Branche gegenüber ausländischen Konkurrenten – insbesondere durch Verlängerung der regelmäßigen Arbeitszeit.

Dr. Heumann: „Auf betrieblicher Ebene sind in vielen Fällen Arbeitszeitverlängerungen vereinbart worden. Die strategischen Nachteile, die historisch aus der Einführung der 35-Stunden-Woche in den 1980er Jahren herrühren, sind nun überwiegend ausgeglichen. Die positive Beschäftigungsentwicklung ist das Spiegelbild dieser Entwicklung. Im Ergebnis konnte die deutsche Küchenmöbelindustrie ihre führende Stellung in Europa weiter ausbauen. Davon profitieren nicht nur Unternehmen, sondern gerade die Beschäftigten in diesen Unternehmen. Statistisch sichtbar wird dies an dem Anstieg der in der Branche bezahlten Entgelte, bei denen das Statistische Bundesamt einen Zuwachs von 7,9% ermittelt hat. Nach Abzug der Steigerung der Beschäftigtenzahlen (+4,1%) verbleibt ein echter „Nettozuwachs“ der Entgelte – also eine Reallohnsteigerung – um über 3%!“

Verantwortungsbewusstsein und Augenmaß zahlen sich aus

„Arbeitnehmer und Arbeitgeber sitzen in der mittelständisch strukturierten, meist inhabergeführten Küchenmöbelindustrie Deutschlands im gleichen Boot. Eine Tarifpolitik mit Augenmaß und die Schaffung von flexiblen Strukturen besonders in Arbeitszeitfragen erhöhen zeitnah die Wettbewerbsfähigkeit und sichern mittelfristig Arbeitsplätze sowie Unternehmensstandorte“, so das Fazit des VdDK-Hauptgeschäftsführers Dr. Lucas Heumann.

Statistiken:

vhnd1225_t1: Monatsbericht nach Fachzweigen bis Sept. 2012, Umsatz
vhnd1225_t2: Monatsbericht nach Fachzweigen bis Sept. 2012, Betriebe
vhnd1225_t3: Auftragspanel bis Sept. 2012

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