Verbände der Holz- und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen e.V. (VHK)
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Datum 09 / 2012
Mandant Verbände der Holz- und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen e.V. (VHK)
Kategorie Presse-Information
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Die ‚Rampe‘ als logistischer „bottleneck“
VdDW sucht Lösungsansätze zur Prozessoptimierung bei der Handelsbelieferung

An der Schnittstelle zwischen Möbelindustrie und Handel zeigt sich unverkennbar ein kostentreibender Reibungspunkt: die deutliche Abnahme pünktlicher und zuverlässiger Anlieferungen. Zum zentralen Engpass wird dabei zunehmend die Rampe des Handelslagers, wie der Verband der Deutschen Wohnmöbelindustrie (VdDW), Herford, nachweist. Hier entscheidet sich in vielen Fällen –ebenso für die folgenden Anlieferstellen – ob die Waren termingerecht oder verspätet ankommen.

Insbesondere kürzere Anlieferzeiten und -tage machen der Industrie zu schaffen. Aber auch der Trend zu einer größeren Bestellhäufigkeit – bei geringeren Mengen – führt zu mehr Anlieferungen und verschärft damit den Trend: Mehr Anlieferungen stehen weniger Anliefermöglichkeiten gegenüber. Anstatt für notwendige Kapazitäten zu sorgen, zeigen sich die Maßnahmen des Handels zur Einhaltung von Lieferzeiten oftmals nur in Form von Konventionalstrafen auf den Rechnungen. Dabei sind die Liefermengen keine „Überraschung“, sondern im Vorfeld bestellte und durch Avis angekündigte Ware. Zudem ist es dringend notwendig, wie bisher eine Fünf-Tage-Woche mit längeren, möglichst flexiblen Anlieferzeiten und Kapazitäten zu ermöglichen.

Konventionalstrafen lösen keine beiderseitigen Probleme

Um die Problemstellung der Neumöbellogistik aus den unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten und Lösungsansätze zu bewerten, hat der VdDW in Kooperation mit einem führenden Fachverlag eine hochkarätig besetzte Diskussionsrunde unter dem Titel „Roundtable – Brennpunkt Rampe“ durchgeführt. In der angeregten und konstruktiven Diskussion konnten gemeinsame Interessen und Ziele der Beteiligten von Handel, Industrie und Logistik herausgestellt werden. Andreas Ruf, stellvertretender Geschäftsführer des VdDW: „Das Ergebnis des Gedankenaustauschs, nämlich nur gemeinsam erfolgreich die Wünsche des Endkunden bedienen zu können, ist eine gute Basis für den Beginn gemeinsamer Projekte. Angedacht sind dabei Systeme für Verladegemeinschaften, Kooperationen mit Verteilspediteuren für Kleinmengen oder die flächendeckende Umsetzung der RAL GZ 430 für den Neumöbeltransport.“

Mittelfristig erwartet der Verband der Deutschen Wohnmöbelindustrie, dass es in der Möbelbranche zu neuen Logistikkonzepten kommen wird. Eine maßgebliche Ursache sieht Ruf im demografischen Wandel, der sich bei den LKW-Fahrern besonders deutlich zeigt: Schon heute sind 35% des Fahrpersonals älter als 50 Jahre.

Erfahrungen anderer Branchen und der Forschung nutzbar machen

Um der Möbelbranche beizeiten die notwendigen Konzepte bieten zu können, hat der VdDW Kontakt zum Lehrstuhl für Logistik und Distribution an der Hochschule Ostwestfalen Lippe geknüpft, außerdem zu benachbarten Branchen, die sich bereits seit längerem erfolgreich mit dieser Problematik beschäftigen. Doch unabhängig davon, welche Lösungsansätze gefunden werden, unterstreicht Ruf: „Erfolgversprechend sind diese Konzepte nur in enger Zusammenarbeit der Industrie mit den Handels- und Logistikpartnern.“

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