Verbände der Holz- und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen e.V. (VHK)
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Datum 09 / 2012
Mandant Verbände der Holz- und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen e.V. (VHK)
Kategorie Presse-Information
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Auftragsstatistik startet zum 1. Januar 2013
Daten des Verbands der Deutschen Wohnmöbelindustrie schneller und exakter erfasst

Ab Jahresbeginn 2013 wird der Verband der Deutschen Wohnmöbelindustrie e.V. (VdDW), Herford, eine interne Auftragsstatistik erstellen. Teilnehmer sind Unternehmen der deutschen Wohnmöbelindustrie, die im Zwei-Monatsrhythmus ihre Auftragseingänge an einen neutralen Web-Server melden – betrieben von einem Softwarehaus, das sonst nur außerhalb der Möbelbranche tätig ist

Die rund 20 Teilnehmer der VdDW-Auftragsstatistik rekrutieren sich aus Herstellern von Wohnzimmer-, Esszimmer-, Schlafzimmer- und Garderobenmöbeln. Gemeinsam ist allen, dass es sich um Produzenten handelt, die über den Möbelhandel in den privaten Wohnbereich vertreiben. Abgefragt werden die Auftragseingänge in Euro vor Boni, Skonti, Rabatten und sonstigen erlösmindernden Faktoren. Eine Differenzierung nach Produktgruppen findet nicht statt, ebenso wenig eine Veröffentlichung der Namen der teilnehmenden Unternehmen.

Defizite der amtlichen Statistik als Motiv

Die Veränderungen bei den Auftragseingängen werden in prozentualen Werten erfasst. Die Entscheidung für den Zwei-Monatsrhythmus beruht darauf, dass die Vergleichbarkeit mit dem Referenzzeitraum des jeweiligen Vorjahres wegen der unterschiedlichen Terminierung der Osterfeiertage, der Brückentage im Mai und Juni sowie der Sommerferien im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen nicht gegeben ist.
Das Motiv für die Einführung der internen Auftragsstatistik des Wohnmöbelverbandes ist die mutmaßlich mangelnde Plausibilität und Aussagefähigkeit der amtlichen Statistiken des Statistischen Bundesamtes. So sind Wohnmöbel in den monatlichen Veröffentlichungen der offiziellen Datenerhebung nur Teil der sogenannten „sonstigen Möbel“.

Bisher Wohnmöbel zusammen mit Flugzeugsitzen ausgewertet

Hier finden sich laut VdDW jedoch eine Reihe von branchenfremden Produkten, zum Beispiel von Herstellern von Krankenhausbetten, Automobil- und Flugzeugsitzen. Dadurch werden die Zahlen des Statistischen Bundesamtes verzerrt, denn der Konjunkturverlauf dieser branchenfremden Produkte ist regelmäßig ein anderer als bei Wohnmöbeln, die über den Möbelhandel an die privaten Haushalte vertrieben werden.

Auch erfolgt die Veröffentlichung der amtlichen Zahlen des Statistischen Bundesamtes mit erheblicher zeitlicher Verzögerung. Die monatlichen Zahlen werden mit zwei- bis dreimonatiger Verspätung veröffentlicht – also zu einem Zeitpunkt, zu dem sie schon nicht mehr aktuell und nachgefragt sind. In der gebotenen Differenzierung zwischen Möbeln für den privaten Wohnbereich und den vorgenannten branchenfremden Erzeugnissen erfolgt die Veröffentlichung sogar nur in den sogenannten „Fünfstellern“: d. h. einmal jährlich im Juni jeden Jahres für das jeweilige Vorjahr.

Die Unternehmen sind daher zur Beurteilung der eigenen Absatzentwicklung im Vergleich zu derjenigen der gesamten Branche auf verbandsinterne Statistiken angewiesen. Derartige verbandsinterne Statistiken gibt es in einer Vielzahl von wirtschaftlichen Bereichen, auch für die Möbelindustrie. Der Verband der Deutschen Wohnmöbelindustrie wird die entsprechende Statistik zum 1. Januar 2013 begründen. Im Vorfeld wird die Akquisition weiterer Teilnehmer fortgeführt, Detailfragen werden mit den zuständigen Kartellbehörden abgeklärt sowie eine elektronische Plattform für die Eingabe und Auswertung der Daten programmiert.

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