Interessengemeinschaft Leichtbau e.V. (igeL)
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Datum 03 / 2012
Mandant Interessengemeinschaft Leichtbau e.V. (igeL)
Kategorie Presse-Information
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ilnd1202_b1: Am 7. März traf sich der technische Ausschuss der igeL – Interessengemeinschaft Leichtbau e.V. in Paderborn. - Foto: igeL
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ilnd1202_b2: Peter Kettler, Leiter des Technischen Ausschusses igeL e.V., am 7. März in Paderborn. - Foto: igeL
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ilnd1202_b3: Andreas Keil (Innozent OWL e.V. in Paderborn), informierte über Förderungsmöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM).- Foto: igeL
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Leichtbau-Innovationen aktiv angehen!
Technischer Ausschuss igeL auf der Zukunftsmeile Paderborn

Am 7. März traf sich der technische Ausschuss der igeL – Interessengemeinschaft Leichtbau e.V. (www.igel-ev.net) in Paderborn. Beim Gastgeber Innozent OWL e. V. informierten sich 30 Branchenakteure über aktuelle Entwicklungen in- und außerhalb des Möbelleichtbaus. Unter dem Motto „Innovationen“ ging es um leichte und hybride Automobilkonstruktionen, um intelligente Inneneinrichtungssysteme sowie um leichte Brandschutzprodukte für den Objektbau. Dazu gab es von Innozent OWL praktische Hinweise, wie Unternehmen das „Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand – ZIM“ zur Förderung ihrer eigenen Produktentwicklung nutzen können.

Peter Kettler, Leiter des Technischen Ausschusses igeL e.V., hätte für das Thema Innovationen wohl kaum ein passenderes Ambiente wählen können: Auf der „Zukunftsmeile 1“ in Paderborn wurde erst vor kurzem das „Forschungszentrum Intelligente Technische Systeme“ fertiggestellt. Und schon bald wird nebenan auf der „Zukunftsmeile 2“ das „ZLH - Zentrum für Leichtbau- und Hybridsysteme“ entstehen, das berichtete im Einstiegsvortrag Prof. Dr.-Ing. Gerson Meschut vom Labor für Werkstoff- und Fügetechnik der Fakultät für Maschinenbau der Universität Paderborn. Am Institut sollen neue, ganzheitliche Ansätze für die Automobilkonstruktion erarbeitet werden.

Mobil mit leichten und hybriden Autokonstruktionen

Die Autoindustrie, so erklärte Prof. Dr. Meschut, habe in den letzten Jahrzehnten immer schwerere Fahrzeuge entwickelt. Die Baureihen seien alle zehn Jahre um durchschnittlich 100 Kilogramm schwerer geworden. Erst durch den Druck des Gesetzgebers, den CO2-Ausstoß zu reduzieren, suche die Branche derzeit verstärkt nach neuen Leichtbau-Lösungen. Denn weniger Masse bedeutet weniger Energieverbrauch. Prof. Dr. Meschut freut sich auf die neuen Projekte, denn Leichtbau- und Kunststoff-Metall-Hybridsysteme für den Automobilsektor seien ein wahres „Eldorado für die Fügetechniker“. Ein Projektbeispiel sind Patch-Technologien für die hoch stabilen B-Säulen. Während die weniger beanspruchten Bauteilbereiche weiterhin in Metall ausgeführt werden, kommt an den maximal belasteten Stellen ein spezieller kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff (CFK) zum Einsatz.

Smarte Möbel für die alternde Gesellschaft

„Möbel, die mitdenken – intelligente Einrichtungssysteme im demografischen Wandel“ stellte Georg Wittenbrink, Produktmanager Mauser Care, Beverungen, den Ausschussmitgliedern vor. Angesichts der alternden Gesellschaft würden Konzepte für eine „lebenserleichternde Wohnumgebung“ immer wichtiger. Übrigens nicht nur für die Bewohner selbst, sondern ebenso für betreuende Pflegekräfte. In Zukunft steigen werde der Bedarf an technischen Assistenzsystemen und Multimedia-Funktionen, die man möglichst unsichtbar in die gesamte Wohnungseinrichtung integrieren könne. Ein interessantes Feld auch für intelligente Leichtbaukonstruktionen.

Wittenbrink stellte Pilotlösungen seines Unternehmens für Schlafen, Wohnen, Küche und Bad vor, die im Rahmen des Projekts „AAL“ (Ambient Assisted Living) bereits auf der Kölner Möbelmesse gezeigt wurden. Die Konzeptideen reichen von Schränken mit synchronisierter, automatischer Schließfunktion für Schubladen und Türen über berührungslos steuerbare Badarmaturen bis hin zu sensiblen Möbeloberflächen, die beim Handauflegen gleich den Puls messen. Oder wie wäre es mit einem Tablet-gesteuerten Bett, das den bettlägerigen Bewohner automatisch wiegt?

Leicht gebaut – schwer entflammbar!

Das spannende Thema Brandschutz im Leichtbau behandelte Jan Voß, geschäftsführender Gesellschafter der Vomo Leichtbautechnik GmbH & Co. KG, Laer. Er stellte dar, welche Entwicklungen und Prüfverfahren nötig waren, um für das selbst entwickelte Wandsystem „Vomo Smart FP“ ein Brandschutz-Zertifikat nach DIN 4102 und der europäischen Norm DIN EN 13501-1 zu erhalten. Für einen Mittelständler wie Vomo stelle dieser komplexe Prozess eine enorme Anstrengung dar. Doch der Erfolg gebe dem Unternehmen Recht, so Voß. Die schwer entflammbaren Platten erfüllten die hohen Sicherheitsanforderungen für den Messe- oder Objektbau. Durch die Zertifizierung habe das Produkt bereits große Resonanz im Markt gefunden.

Unbürokratische Förderung für KMUs

Gewusst wie: Auch kleine und mittelständische Unternehmen, die innovative Technologien und Produkte entwickeln, haben die Möglichkeit, finanzielle Förderungen zu erhalten. Andreas Keil, Geschäftsführer des Innozent OWL e.V. in Paderborn, begleitet als zertifizierter Berater kleine und mittlere Unternehmen im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM, www.zim-bmwi.de) – und zwar von der Antragstellung bis zum Projektabschluss. Die bürokratischen Hürden für die Firmen seien bei ZIM vergleichsweise gering, die Zeiträume zwischen Antragstellung und Bewilligung mit zwei bis drei Monaten sehr kurz und die Erfolgsquote läge bei annähernd 100% Prozent. Keil ermutigte alle Unternehmen, diese Chance für die eigene technologische Produktentwicklung zu nutzen: „Kommen Sie mit Ihren Ideen zu uns!“

Die Innozent OWL, so Keil, sehe sich vor allem als Netzwerker, nicht als bloßer Fördermittelbeschaffer. Man habe das Ziel, die richtigen Entwicklungspartner zusammen zu führen. Das Projekt ZIM, das bereits seit 15 Jahren läuft, sei branchenoffen und finanziell so gut ausgestattet, dass eine Antragstellung große Aussicht auf Erfolg habe. Möglich sind Förderungen für Einzelprojekte oder für Kooperationsprojekte mit Forschungsinstitutionen. In der aktuellen ZIM-Projektphase können Anträge noch bis zum Jahresende 2013 eingereicht werden.

Der Mix aus verschiedenen Themenbereichen kam bei den igeL-Teilnehmern allgemein sehr gut an. Dieses Konzept möchte Peter Kettler weiter verfolgen: Er regte an, für weitere Sitzungen des Technischen Ausschusses eigene Themenvorschläge einzureichen und bei Interesse eine Unternehmenspräsentation oder die Möglichkeit einer Veranstaltung „igeL on Tour" anzubieten. Die nächste Sitzung ist im Herbst 2012 geplant.

Möbelleichtbau-Symposium am 23. und 24. Mai

Bereits Ende Mai steht das Thema Leichtbau wieder groß im Rampenlicht der Möbelbranche: Am 23. bis 24. Mai lädt die Leichtbauoffensive OWL, das Förderprojekt des igeL e.V., zum zweiten internationalen Möbelleichtbau-Symposium an die Hochschule OWL nach Lemgo ein. Dort werden die Ergebnisse der umfänglichen Forschungs- und Normungsarbeiten aus den letzten zwei Jahren vorgestellt. Außerdem informieren Experten anderer Industriezweige in Praxisberichten über ihre aktuellen Leichtbau-Entwicklungen. Das Programm wird von der Leichtbauoffensive OWL rechtzeitig bekannt gegeben.
www.igel-ev.net
http://www.igel-ev.net/de/leichtbauoffensive_owl/


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ilnd1202_b1: Am 7. März traf sich der technische Ausschuss der igeL – Interessengemeinschaft Leichtbau e.V. in Paderborn. - Foto: igeL

ilnd1202_b2: Peter Kettler, Leiter des Technischen Ausschusses igeL e.V., am 7. März in Paderborn. - Foto: igeL

ilnd1202_b3: Andreas Keil (Innozent OWL e.V. in Paderborn), informierte über Förderungsmöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM).- Foto: igeL

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