DCC - Daten Competence Center e.V.
DCC - Daten Competence Center e.V.

Tel. +49 5221 1265-37
Fax. +49 5221 1265-65
E-Mail: pluemer@vhk-herford.de
WWW: www.vhk-herford.de
 
 
InformationenMeldungen 
Datum 03 / 2012
Mandant DCC - Daten Competence Center e.V.
Kategorie Presse-Information
Kürzel dcnd1201
Kontakt pluemer@vhk-herford.de

Downloads
dcnd1201_pr.doc
(631KB)

Polstermöbelbranche in den Startlöchern
Erste Version des Katalogdatenformats „IDM Polster“ kommt

In Kürze wird die erste Version des elektronischen Katalogdatenformats „IDM Polster“ für die Datenanlage verfügbar sein. Bei einem zusätzlich angesetzten Treffen des „Fachbereichs Polster“ am 21. und 22. Februar in Herford konnten 17 Vertreter von Polstermöbelindustrie, Softwarehäusern und Datendienstleistern gemeinsam mit dem DCC – Daten Competence Center e.V. die intensive Vorarbeit für das wichtige Branchentool abschließen.

Das DCC mit Sitz in Herford koordiniert seit Februar 2011 die Entwicklung eines gemeinsamen elektronischen Katalogdaten-Modells der Polstermöbelindustrie für den Handel. Seither wurde in arbeitsintensiven Sitzungen das integrierte Datenmodell „IDM“ auf die vielfältigen und sehr spezifischen Anforderungen der Polstermöbelbranche ausgerichtet. Zum Beispiel ist es bei den Herstellern üblich, statt eines generellen Produktkatalogs jeweils für jeden Kunden einen eigenen Katalog zu generieren. Ob die häufigen Sortimentsänderungen, ob zeitlich begrenzte Sonderpreisaktionen oder das Angebot von Exklusiv-Kollektionen für bestimmte Partner – das neue „IDM Polster“ muss sicherstellen, dass all diese Daten technisch sauber und zuverlässig an den Handel übertragen werden.

Es steckt also sehr viel Detailarbeit in der Entwicklung der ersten Version. In der zusätzlichen Fachbeiratssitzung in Herford konnten die noch offenen Fragen geklärt und die nötigen Strukturen vollständig beschrieben werden. Schon in wenigen Wochen, so kündigte das DCC in Herford an, wird die erste Version des IDM Polster zur Verfügung stehen. Mit dem Einsatz des Formats betritt die Polsterindustrie Neuland bei der Datenkommunikation mit dem Handel. DCC-Geschäftsführer Dr. Olaf Plümer ist überzeugt, dass sich diese Pionierarbeit schon sehr bald auszahlen wird: „Alle Beteiligten hatten den Anspruch, durch optimierte Basisarbeit eine möglichst hohe Nutzerqualität zu realisieren. Schließlich soll die erste Datenanlage für die Unternehmen bequem und unkompliziert ablaufen und möglichst alle Eventualitäten abdecken. Sollten sich im Praxiseinsatz noch zusätzliche Anforderungen ergeben, wird das Format kurzfristig daran angepasst.“

Schnelle Verbreitung angestrebt

Zur Verteilung der neuen elektronischen Katalogdaten stehen verschiedene Wege offen: Der Hersteller kann seine IDM-generierten Dateien dem Händler entweder über seinen eigenen Firmenserver oder über eine andere Online-Plattform den Mitgliedern zur Verfügung stellen. Hier bieten sich der bereits vorhandene, offene DCC-Stammdatenserver „cat@web“ oder ein Server eines externen Dienstleisters an – wie z. B. die Plattform des neuen Mitglieds Iwofurn. In jedem Fall kann der Händler die abgerufenen Daten dann direkt in sein Konfigurationssystem importieren.

Im ersten Schritt werden mit dem neuen IDM Polster die rein kaufmännischen Daten inklusive Regelwerken und Preisfindung an die Partner übertragen. Sie ermöglichen dem Händler, seine Geschäftsprozesse mit exakter Auftragserfassung direkt am POS abzuwickeln. Damit, so hoffen nicht nur die Polstermöbelhersteller, wird sich das neue Verfahren schnell in der Praxis durchsetzen und für alle Beteiligten eine deutliche Effektivitätssteigerung bringen. „Ein weiterer Entwicklungsschritt wird die Einbindung von grafischen Planungsdaten für den POS sein“, kündigt Dr. Plümer an. „Dazu werden sich die Hersteller direkt mit ihren Systemanbietern abstimmen.“

EDI: Prozesse optimieren und Kosten sparen

Passend zum Thema IDM-Datenkommunikation begann die Herforder Fachsitzung mit einem Gastvortrag zum Thema elektronischer Datenaustausch, kurz EDI (englisch für: electronic data interchange). Das Unternehmen Conxpert GmbH & Co. KG, Lilienthal, zeigte auf, wie sich Optimierungspotentiale im gesamten Unternehmen durch eine passende EDI-Lösung realisieren lassen. In Zukunft, so Conxpert-Geschäftsführer Christian W. Meentzen, komme auch im Mittelstand kein Unternehmen an EDI vorbei. Als Vorteile nannte er die schnelle und sichere Kommunikation, die Erreichbarkeit rund um die Uhr, die Verringerung der Lagerdurchlaufzeiten sowie die Prozess- und Ressourcenoptimierung. In der Summe führe dies zu einer deutlichen internen Kostenersparnis und zu mehr Kundenzufriedenheit.

Allein im Rechnungswesen ließen sich durch die Umstellung von der manuellen auf elektronische Bearbeitung die Prozesskosten um rund 70% verringern: Bei angenommenen 125 Rechnungen pro Tag, rechnete Meentzen vor, fielen die Prozesskosten von 29,55 € auf 8,63 €. Hochgerechnet auf alle Geschäftsprozesse liegen die Einsparpotenziale durch Vernetzung laut Meentzen sogar bei bis zu 80%. Allerdings müsse bei der EDI-Einführung auch auf interne Widerstände eingegangen werden: Durch EDI werden nämlich die Abläufe nicht nur in der IT-Abteilung, sondern auch im Ein- und Verkauf, der Logistik, dem Rechnungswesen oder im Lager verändert. Maßgeblich für den Erfolg sei es also, die Mitarbeiter zum Mitmachen zu bewegen.

Kontakt
Daten Competence Center e. V.
Dr. Olaf Plümer (Geschäftsführer)
Goebenstr. 4-10
32052 Herford
Fon: 05221 1265-37
Fax: 05221 1265-65
pluemer@vhk-herford.de
www.vhk-herford.de

Weitere Meldungen
[02.03.2012]