DKV - Deutscher Kork-Verband e.V.
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Datum 01 / 2012
Mandant DKV - Deutscher Kork-Verband e.V.
Kategorie Presse-Information
Kürzel kvnd1201
Kontakt Anke Wöhler, Pressereferentin
aw@phmeyer.de

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kvnd1201_b1: DKV-Pressekonferenz am 15.1.2012 in Hannover: DKV-Vorstandssprecher Tomas Cordes (links), DKV-Geschäftsführer Dr. Frank B. Müller (rechts). – Foto: Deutscher Kork-Verband e.V.
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Bilanz des Deutschen Kork-Verbandes:
Geschäftsjahr 2011 mit stabilen Ergebnissen

Der Verlauf des Geschäftsjahres 2011 endete für die Mitglieder des Deutschen Kork-Verbandes e.V. (DKV) im Bereich Korkboden mit einem durchschnittlich stabilen Ergebnis. Der Bereich Kork-Fertigparkett konnte sich noch nicht völlig aus den Nachwirkungen der Krise seit 2009 befreien. Jedoch zeigen bereits die Entwicklungen der letzten drei Quartale einen stabilen bis positiven Trend. Inklusive der steigenden Direktangebote aus Portugal und Spanien steht der Korkboden-Markt insgesamt bei derzeit ca. 4 Mio. m².

DKV-Vorstand Tomas Cordes resümiert: „Gefühlt war das Jahr 2011 für Kork-Bodenbeläge ein sehr gutes Jahr, nicht zuletzt aufgrund der intensiven Bemühungen der Mitglieder des Deutschen Kork-Verbandes. Insbesondere dank der erfolgreichen ‚Intercork‘-Kampagne 2010/2011, die im Auftrag des DKV und des portugiesischen Verbandes APCOR von der Agentur Hering-Schuppener durchgeführt wurde, war Kork in vieler Munde. Die Kork-Kampagne hat bewiesen, dass das Interesse an der Produktgruppe sehr groß ist. Die Zahlen spiegeln dies zunächst noch nicht vollständig wider. So bewerten wir die Absatzmengen 2011 eher als eine Konsolidierung des Marktes.“

Preiserhöhungen dämpfen den Umsatz

Das Jahr 2011 startete mit sehr positiven Messeverläufen in Hannover und in München. Nahezu alle DKV-Mitglieder präsentierten sich dort erfolgreich. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren wurde das Thema Kork-Bodenbelag messeseitig deutlich stärker in den Vordergrund gestellt.

Einen spürbar negativen Einfluss auf den Umsatz der Korkbodenbranche hatten die deutlichen Preiserhöhungen auf Zulieferseite: Aufgrund der Kostensteigerungen bei Roh- und Hilfsstoffen verteuerten sich die Durchschnittspreise nach dem ersten Quartal 2011 um ca. 4,5 bis 6 Prozent. Leider führte dies auch dazu, dass in der Folge in keinem Quartal die Umsatzspitzenwerte aus 2010 erreicht werden konnten. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass sich der Anteil des „edlen“ Kork-Fertigparketts (Edelkorkfurnier, gefärbt, bedruckt) im Gegensatz zu den Aktionsqualitäten deutlich positiv entwickelt hat.

Trend zu hochwertigen Bodenbelägen

Hatte der braune Granulatkork vor einigen Jahren noch einen Marktanteil von über 50 Prozent und zuletzt von 39 Prozent, so ist dieser nunmehr auf ca. 35 Prozent gesunken. Das bedeutet, dass sich zwei Drittel der Kunden weniger aufgrund des Preises sondern aufgrund der Optik für einen Korkboden entscheiden. Eine mögliche Erklärung für diesen Trend ist die derzeitige strukturelle Schwäche im DIY-Bereich. DIY-Märkte nutzen traditionell das positive Image von Kork, um Verbraucher in die Märkte zu ziehen. Allerdings ist dort mittlerweile die Nachfrage aufgrund fehlender bzw. unzureichender Konzeptionen und mangelnder Sortimentstiefe äußerst unbefriedigend. Eines will und kann Kork nicht sein: Der billige Bodenbelag, der über den Preis den Markt beherrscht und wächst. Dazu sind die Ressourcen zu knapp und die Produktionsvorgänge zu kompliziert. Doch der Trend geht ohnehin eher in die Richtung der hochwertigen Bodenbeläge. Das bestätigten auch die Zahlen aus dem Bereich Holzhandel und Bodenbelagshandel, wo auch im Jahr 2011 deutliche Steigerungen der Absatzmengen vermeldet werden konnten.

Der Klebekork ist weiterhin stabil auf relativ niedrigem Niveau. Aber auch in diesem Bereich kann man eine Steigerung des Durchschnittspreises erkennen. Das bedeutet jedoch andererseits, dass es weiterhin eine feste Kundengruppe gibt, die sich gezielt für den Kauf von Klebekork entscheidet.

Innovative Korkprodukte für den Markt

Die gerade abgeschlossene Kork-Kampagne hat unterstrichen, dass das Interesse an der Produktgruppe nach wie vor sehr groß ist. Dass sich der Korkboden-Umsatz im Jahr 2011 dennoch noch nicht zu alten Höhen aufschwingen konnte, liegt aus Sicht des DKV an zwei Faktoren:
Der erste Faktor ist der extreme Preis- und Qualitätsverfall im Bereich Holz-Fertigparkett. Nachdem sich die Marktstandards geändert haben, kann heute ein Fertigparkett sehr günstig angeboten werden und erobert damit natürlich auch die Domäne des Kork-Bodenbelags.

Zum anderen werden neue Produkte wie das LVT, Vinyl-Floatings bzw. Sandwichböden vielerorts als Heilmittel gegen die sinkenden Umsätze angesehen und stehen folglich verstärkt im Fokus des Handels. – Zu Unrecht, wie der DKV meint, denn auch das Kork-Fertigparkett entwickelt sich stetig weiter. Innovative Oberflächenlösungen standen im Jahr 2011 genauso im Mittelpunkt der Produktentwickler wie neue Dessins, Furniere, Maße, Farben und Digitaldrucke, die als attraktive Kollektionen in den Handel kamen.

Auch Kork als technische Lösung – speziell als Trittschalldämmung – hat nach wie vor seinen Stellenwert. Nahezu 2,5 Mio. m² werden allein von den Mitgliedern des Deutschen Kork-Verbandes verkauft. Mehr und mehr Bodenbelagshersteller von Laminat und Parkett bauen die qualitativ hochwertige Trittschalldämmung aus Kork direkt in ihre Produkte mit ein.

Hierbei ist festzustellen, dass es auch Anbieter gibt, die die einzigartige Performance und Akzeptanz von Kork am Markt bewusst für sich nutzen, ohne allerdings die geltenden Standards zu beachten. Durch Kork-Beimischungen geben sie ihren Produkten einen positives, nachhaltiges Image. Der Deutsche Kork-Verband weist ausdrücklich darauf hin, dass ein Kork-Bodenbelag klare Normen erfüllen muss, um auch als vollwertiger Kork-Bodenbelag bezeichnet werden zu dürfen.

Positive Aussichten für 2012

Für das Jahr 2012 erwartet der DKV zwar nochmals deutlich steigende Preise aufgrund erheblich verteuerter Rohstoffe. Zu nennen sind hier die originären Kosten für Kork, aber ebenso für die notwendigen Holzwerkstoffe, Lacke und Bindemittel sowie die Logistikkosten. Dennoch sieht der Verband eine gute Entwicklung im Korkbodenbereich. Auf der Domotex zeigt die Branche eine Vielzahl von Innovationen. Die Kork-Anbieter erfüllen damit die Wünsche, die sich im Rahmen vieler Endverbraucherwerbungen herauskristallisiert haben. Maß, Oberfläche, Optik, Abriebwerte sind heute mannigfaltig. Dazu kommt ein Plus, das kein anderer Belag in dieser Form für sich in Anspruch nehmen kann: die Nachhaltigkeit und die Ökologie. Beide sind anerkanntermaßen „global trends“ für die nächsten Jahre!

Tomas Cordes gibt sich daher zuversichtlich: „Die Mitglieder des Deutschen Kork-Verbandes werden im Jahr 2012 beginnen können, die Ernte einzufahren, die durch die Marketing-Kampagne ‚Intercork‘ gesät wurde. Die entsprechenden Tools stehen weiterhin zur Verfügung und werden vom DKV marktgerecht genutzt. Wir freuen uns auf das Jahr 2012.“

Abbildungen

kvnd1201_b1: DKV-Pressekonferenz am 15.1.2012 in Hannover: DKV-Vorstandssprecher Tomas Cordes (links), DKV-Geschäftsführer Dr. Frank B. Müller (rechts). – Foto: Deutscher Kork-Verband e.V.

kvnd1201_b2: DKV-Pressekonferenz am 15.1.2012 in Hannover: DKV-Geschäftsführer Dr. Frank B. Müller. – Foto: Deutscher Kork-Verband e.V.

kvnd1201_b3: DKV-Pressekonferenz am 15.1.2012 in Hannover: DKV-Vorstandssprecher Tomas Cordes. – Foto: Deutscher Kork-Verband e.V.


 

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