Leichtbauoffensive OWL
Leichtbauoffensive OWL
Hochschule Ostwestfalen-Lippe
Fachbereich Produktion und Wirtschaft
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32657 Lemgo
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Datum 10 / 2011
Mandant Leichtbauoffensive OWL
Kategorie Presse-Information
Kürzel lbnd1105
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lbnd1105_b10:Geschäftsführer Oliver Hunger führte die Teilnehmer durch die komplette Produktion der Hunger Möbelproduktions-GmbH und beantwortete die zahlreichen Fragen.Foto: Leichtbauoffensive OWL
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lbnd1105_b11:Geschäftsführer Oliver Hunger führte die Teilnehmer durch die komplette Produktion der Hunger Möbelproduktions-GmbH und beantwortete die zahlreichen Fragen. Foto: Leichtbauoffensive OW
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lbnd1105_b12:Geschäftsführer Oliver Hunger führte die Teilnehmer durch die komplette Produktion der Hunger Möbelproduktions-GmbH und beantwortete die zahlreichen Fragen. Foto: Leichtbauoffensive OWL
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lbnd1105_b1: Elf Fachlehrer der berufsbildenden Schulen aus OWL trafen sich am 13. Oktober zum ersten Seminartag an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo.
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lbnd1105_b2: „Unser Ziel ist ein Musterkoffer für jeden Berufsschullehrer in OWL“ - Projektleiter Prof. Martin Stosch begrüßte am 13. Oktober 11 Fachlehrer der berufsbildenden Schulen des Regierungsbezirks Detmold zur zweitägigen Fortbildungsveranstaltung rund um den Möbelleichtbau. Foto: Leichtbauoffensive OWL
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lbnd1105_b3: Ralf Bickert vom Fachverband des Tischlerhandwerks NRW (Dortmund) bedankte sich für die frühe Einbindung des Handwerks in die Initiative.Foto: Leichtbauoffensive OWL
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lbnd1105_b4: Im Vortragsteil stellte das Team der Leichtbauoffensive OWL den Teilnehmern die aktuellen Forschungs- und Entwicklungsergebnisse vor. Foto: Leichtbauoffensive OWL
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lbnd1105_b5: Im modernen Prüflabor der Hochschule OWL (Lemgo) konnten die Berufsschullehrer Werkstofftests wie Zugprüfungen an Leichtbau-Sandwichplatten live erleben. Foto: Leichtbauoffensive OWL
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lbnd1105_b6: Im modernen Prüflabor der Hochschule OWL (Lemgo) konnten die Berufsschullehrer Werkstofftests wie Zugprüfungen an Leichtbau-Sandwichplatten live erleben. Foto: Leichtbauoffensive OWL
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lbnd1105_b7: Leichtbaupraxis aus erster Hand bei der Hunger Möbelproduktions-GmbH, Bünde: Am 14. Oktober begrüßte Geschäftsführer Oliver Hunger die Lehrergruppe zur ausführlichen Betriebsbesichtigung. Foto: Leichtbauoffensive OWL
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lbnd1105_b8: Leichtbaupraxis aus erster Hand bei der Hunger Möbelproduktions-GmbH, Bünde: Am 14. Oktober begrüßte Geschäftsführer Oliver Hunger die Lehrergruppe zur ausführlichen Betriebsbesichtigung. Foto: Leichtbauoffensive OWL
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lbnd1105_b9: Leichtbaupraxis aus erster Hand bei der Hunger Möbelproduktions-GmbH, Bünde: Am 14. Oktober begrüßte Geschäftsführer Oliver Hunger die Lehrergruppe zur ausführlichen Betriebsbesichtigung. Foto: Leichtbauoffensive OWL
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Möbelleichtbau hat großes Zukunftspotential!
Leichtbauoffensive OWL informiert Berufsschullehrer

„Leichtbau wird im Möbelbereich zukünftig eine immer größere Rolle spielen. Daher sollte dieses Thema verstärkt in der Ausbildung des Fachnachwuchses verankert werden.“ Dieses Ziel hat sich die Leichtbauoffensive OWL (Lemgo) auf die Fahnen geschrieben. Der Anfang ist gemacht: Am 13. Oktober informierten sich elf Fachlehrer der berufsbildenden Schulen aus Ostwestfalen-Lippe bei einem Seminartag an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo. Am Folgetag erhielt die Gruppe bei der Hunger Möbelproduktions GmbH (Bünde) einen umfassenden Einblick in die Praxis des Möbelleichtbaus.

Die „Leichtbauoffensive OWL“ widmet sich fachübergreifend der Entwicklung und Förderung von intelligenten Leichtbaulösungen im Möbelbau. Ziel ist es, ein starkes Kooperations-Netzwerk zwischen Industrie, Handwerk und Forschung aufzubauen, die Idee der Leichtbaukonstruktion in der Praxis erfolgreich weiter zu entwickeln und einen deutlichen Wettbewerbsvorsprung für die heimische Möbelbranche zu erreichen – auch über die Grenzen von Ostwestfalen-Lippe hinaus.

Nachwuchs bilden – für einen starken Möbelstandort

Das zweitägige „lightweight.training" der Leichtbauoffensive OWL war eine offizielle Fortbildungsveranstaltung der Bezirksregierung Detmold. Sie bildete den Startschuss für eine längerfristige Zusammenarbeit der Offensive mit den berufsbildenden Schulen in der Region Ostwestfalen-Lippe, die angehende Techniker, Tischler oder Holzmechaniker ausbilden. Unterstützt wird das Vorhaben außerdem durch den Fachverband des Tischlerhandwerks Nordrhein-Westfalen „Tischler NRW“ (Dortmund). Teilnehmer in Lemgo und Bünde waren Lehrkräfte des Reckenberg-Berufskollegs (Rheda-Wiedenbrück), des Felix-Fechenbach-Berufskollegs (Detmold), des Wilhelm-Normann-Berufskollegs (Herford) sowie des Leo-Sympher-Berufskollegs (Minden).

„Ein Musterkoffer für jeden Berufsschullehrer in OWL“

„Leichtbau ist eine zukunftsweisende Entwicklung und bietet Überlebenschancen für unseren regionalen Möbelstandort – nicht nur im industriellen Möbelbau, sondern auch im Tischlerhandwerk. Wir möchten, dass dieses Wissen über die Lehrkräfte als Vermittler intensiv und stetig in die Branche diffundiert“, erklärte Projektleiter Prof. Martin Stosch gegenüber den Berufsschullehrern. Er kündigte an: „Am Ende der Projektphase der Leichtbauoffensive OWL soll jeder Berufsschullehrer und jede Berufsschullehrerin in Ostwestfalen-Lippe einen ‚Leichtbaukoffer‘ mit Mustern, Lehrmitteln und Handouts erhalten. Wir wollen die Chance nutzen, das neue Leichtbauwissen frühzeitig an die nächste Generation weiter zu geben.“ Auch für Informationsbesuche an den Schulen der Region stehe das Team der Leichtbauoffensive OWL jederzeit zur Verfügung.

Ralf Bickert vom Fachverband des Tischlerhandwerks NRW (Dortmund) bedankte sich für die frühe Einbindung des Handwerks in die Initiative und ergänzte: „Leichtbau ist in Branchen wie dem Automobilbau bereits seit Jahren ein wichtiges Thema, wenn es darum geht, Ressourcen und Kosten einzusparen. Davon sind wir in der Holzwirtschaft noch ein ganz erhebliches Stück entfernt, und die Vorbehalte in den Betrieben sind oft sehr groß. Wir unterstützen den Wissenstransfer in die alltägliche Arbeit des Handwerks. Als Verband wollen wir mit dazu beitragen, dass Leichtbau nicht nur ein Thema für Mitnahmemöbel bleibt, sondern sich auch im hochwertigen Möbelsegment durchsetzt.“ Der Möbelleichtbau, so Bickert weiter, sei ein wesentlicher Innovationsfaktor und Technologieträger, mit dem sich der Wert und das Image von Möbeln erhöhen ließen. Dieses Potenzial müsse auch das Handwerk stärker für sich nutzen.

Im Vortragsteil stellte das Team der Leichtbauoffensive OWL den Teilnehmern die aktuellen Forschungs- und Entwicklungsergebnisse vor. Projektmanager Torben Hellmann erläuterte anhand von umfangreichem Statistikmaterial die globalen Entwicklungen am Ressourcenmarkt. Auch wenn Deutschland derzeit noch über den größten Holzbestand in der EU verfügt – die deutsche Möbelbranche wird sich laut Hellmann beim Holzbedarf schon bald gegen eine zunehmende Konkurrenz von mächtigen Marktakteuren wie Energiekonzernen, der Papierindustrie oder den in ihren Bevölkerungszahlen rasant wachsenden Ländern wie China und Indien behaupten müssen. „Intelligenter und rationeller Möbel(leicht)bau bietet auch unter dem Gesichtspunkt der Materialkostensenkung ein erhebliches Potenzial“, so Hellmann.

Leichtbau-Werkstoffe im Praxistest

„Leichtbau zum Anfassen“ bot die Präsentation von Jan Dreschers, Mitarbeiter der Hochschule OWL am Labor für Möbelbau. Aus den derzeit am Markt erhältlichen Produkten stellte er den Lehrkräften ausgewählte Plattenwerkstoffe und deren mögliche Anwendungen im Möbelbau vor. In der Diskussion mit den Teilnehmern wurde der Wunsch geäußert, dass die Hersteller noch besser nach außen kommunizieren könnten, mit welchen Mitteln die Leichtbauwerkstoffe zu verarbeiten sind.

Dass die Normungsarbeit zur „Bestimmung der Leistungseigenschaften zur Spezifikation von Sandwichplatten für Möbel“ mit erfreulich großen Schritten voran geht, konnte Jens Lüskow berichten: Bereits in diesem Herbst wird nach nur einem Jahr Vorarbeit die formelle Abstimmung zur Annahme der Entwurfsvorlage (prCEN/TS) als Technische Spezifikation (CEN/TS) in den zuständigen Normungsgremien stattfinden. Wie solche Prüfverfahren in der Praxis aussehen, zeigte der anschließende Workshop im modernen Prüflabor der Hochschule, wo für die Kursteilnehmer Leichtbau-Werkstoffe in Zugprüfungen getestet wurden.

Constanze Kiwitt referierte über die ersten Untersuchungsansätze der Leichtbauoffensive im Rahmen der sogenannten „FMEA“ („Failure Mode and Effects Analysis) - Methode. Diese Fehlermöglichkeiten- und Einflussanalyse ist ein wirksames Instrument zur Qualitätssicherung und wird an der Hochschule OWL derzeit am Beispiel der riegellosen Wabenplatte durchgeführt. So lassen sich mögliche Fehlerquellen bei der Wabenplattenverarbeitung bereits frühzeitig aufdecken.

Stellvertretend für den erkrankten Niels Kenter informierte Torben Hellmann über das Verfahren der breit angelegten „Delphi-Studie“ der Leichtbauoffensive. Hier wurden in diesem Jahr verschiedenste Akteure aus Industrie, Handel, Dienstleistung, Wissenschaft und politischen Institutionen befragt, um neue Erkenntnisse zu den Marktentwicklungspotenzialen des Möbelleichtbaus abzuleiten. Die Lehrkräfte konnten in einer Live-Abstimmung ihre eigene Einschätzung zu zukunftsorientierten Fragen des Möbelbaus abgeben.

Praktische Einblicke in die Möbelleichtbau-Produktion

Der zweite Fortbildungstag am 14.Oktober unter der Überschrift „Leicht gedacht … leicht gemacht“ stand ganz im Zeichen der industriellen Möbelleichtbau-Herstellung: Die Berufsschullehrer besuchten die Hunger Möbelproduktions GmbH in Bünde. Geschäftsführer Oliver Hunger führte die Gruppe persönlich durch die komplette Produktion und beantwortete die zahlreichen Fragen.

Die Firma Hunger beschäftigt sich seit über sechs Jahren mit dem Thema Möbelleichtbau und der Bearbeitung riegelloser Leichtbauplatten in Losgröße 1. Seit knapp zwei Jahren arbeitet das Unternehmen in Kooperation mit anderen Möbelzulieferern erfolgreich an neuen Lösungen, die den Zusatznutzen von Leichtbaukonstruktionen stärker in den Mittelpunkt stellen – mit Erfolg, wie Oliver Hunger erklärt. Bei Leichtbaulösungen und dem Thema Elektrifizierung von Möbeln ist die Firma Hunger mittlerweile Innovationsführer, immer mehr Hersteller setzen auf die Leichtbauplatten der Bünder Firma. Die innovative Sandwichkonstruktion der Platten mit der eigens entwickelten Stützkantentechnologie sorgt für maximale Gewichtseinsparung ohne Verluste bei Tragfähigkeit und Steifigkeit.

Dazu eröffnet die intelligente Nutzung der Leichtbautechnik neue Konstruktionsmöglichkeiten für alle Möbel- und Objektbereiche. Oliver Hunger nannte hier die verdeckte Kabelführung oder die Technik-Integration ins Möbel: Bereits heute am Markt erhältlich sind Leichtbau-Badmöbel mit eingebauten Ventilatoren sowie höhenverstellbare Schreibtischplatten, bei denen Kabel und Anschlüsse einfach in der Wabenplatte verschwinden. Ebenso bereits Realität sind Regalmodule mit eingebautem LED-Licht oder mit Dockingstationen für Smartphones. Spezielle Beschläge sorgen auch bei komplexen Möbeln für eine unkomplizierte und bauteilübergreifende Stromführung. Zusätzlich zu diesen Speziallösungen werden bei der Hunger Möbelproduktions GmbH alle aktuellen Beschlaglösungen führender Hersteller vollautomatisch verarbeitet.

Ein technisches Highlight außerhalb der Leichtbautechnologie war für die Besuchergruppe die Vorführung der erst wenige Tage alten Laserbekantungsanlage: Mit der fugenlosen Kante wirkt die Platte wie ein komplett homogenes Bauteil. Oliver Hunger: „In der Büromöbelproduktion wird diese Bekantung bereits flächendeckend eingesetzt. In drei bis fünf Jahren wird das auch in anderen Segmenten so sein.“

Nach den zwei gehaltvollen Fortbildungstagen gab es großes Lob von Seiten der Lehrer an die Organisatoren: „Wir haben interessante Informationen bekommen und viel Neues gesehen“ war nur eine der vielen positiven Rückmeldungen. Walter Posselt vom Felix-Fechenbach-Kolleg bedankte sich im Namen aller Teilnehmer bei der Leichtbauoffensive und der Firma Hunger für das große Engagement zur Zusammenarbeit.

Oliver Hunger, der gerade selbst Auszubildende betreut, ermutigte die Berufsschullehrer, mit den Unternehmen der Region aktiv in Kontakt zu treten: „Es ist sinnvoll, dass die Schulen die Entwicklung des Berufsbildes mit verfolgen und kontinuierlich den Praxisbezug herstellen. Bei Betriebsbesichtigungen können Sie als Lehrer Ihre Schüler sehr eindrucksvoll über den aktuellen Stand der Technik informieren. Und ich bin mir sehr sicher, dass Sie dazu bei allen Herstellern in Ostwestfalen-Lippe herzlich willkommen sind.“


http://www.igel-ev.net/de/leichtbauoffensive_owl/



Bildunterschriften:
Alle Fotos: Leichtbauoffensive OWL

lbnd1105_b1: Elf Fachlehrer der berufsbildenden Schulen aus OWL trafen sich am 13. Oktober zum ersten Seminartag an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo.

lbnd1105_b2: „Unser Ziel ist ein Musterkoffer für jeden Berufsschullehrer in OWL“ - Projektleiter Prof. Martin Stosch begrüßte am 13. Oktober 11 Fachlehrer der berufsbildenden Schulen des Regierungsbezirks Detmold zur zweitägigen Fortbildungsveranstaltung rund um den Möbelleichtbau.

lbnd1105_b3: Ralf Bickert vom Fachverband des Tischlerhandwerks NRW (Dortmund) bedankte sich für die frühe Einbindung des Handwerks in die Initiative.

lbnd1105_b4: Im Vortragsteil stellte das Team der Leichtbauoffensive OWL den Teilnehmern die aktuellen Forschungs- und Entwicklungsergebnisse vor.

lbnd1105_b5+6: Im Prüflabor der Hochschule OWL (Lemgo) konnten die Berufsschullehrer Werkstofftests wie Zugprüfungen an Leichtbau-Sandwichplatten live erleben.

lbnd1105_b7+b8+b9: Leichtbaupraxis aus erster Hand bei der Hunger Möbelproduktions-GmbH, Bünde: Am 14. Oktober begrüßte Geschäftsführer Oliver Hunger die Lehrergruppe zur ausführlichen Betriebsbesichtigung.

lbnd1105_b10+b11+b12: Geschäftsführer Oliver Hunger führte die Teilnehmer durch die komplette Produktion der Hunger Möbelproduktions-GmbH und beantwortete die zahlreichen Fragen.

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[17.06.2010]