Interessengemeinschaft Leichtbau e.V. (igeL)
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Tel. +49 (0) 5221 126537
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Datum 02 / 2011
Mandant Interessengemeinschaft Leichtbau e.V. (igeL)
Kategorie Presse-Information
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igeL unterstützt Leichtbau-Fortschritt
Erste Ergebnisse der Entwicklungsarbeit vorgestellt

Am 26. Januar traf sich der technische Ausschuss der igeL – Interessengemeinschaft Leichtbau e.V. (www.igel-ev.net) in Hannover. Beim Gastgeber Deutsche Messe AG berieten die 21 Experten aus Forschung und Industrie über die aktuellen Entwicklungen im Möbelleichtbau und über den Fortschritt der Normungsarbeit im Bereich Sandwichplatten. Die igeL-Mitglieder unterstützen hier zusammen mit dem Projekt „Leichtbauoffensive OWL“ aktiv die Arbeit der Normungsgremien. Die ersten Ergebnisse der eigenen Aktivitäten wurden während der Sitzung vorgestellt.

In der Interessengemeinschaft „igeL“ arbeiten Forschungsinstitute und Industrieunternehmen mit Leichtbaukompetenz aus der gesamten Wertschöpfungskette gemeinsam an der Weiterentwicklung des Möbelleichtbaus. Seit einem Jahr unterstützt das von der Hochschule Ostwestfalen-Lippe gemeinsam mit dem igeL initiierte Projekt „Leichtbauoffensive OWL“ die Initiative in vielen Bereichen. Themenschwerpunkt der Sitzung am 26. Januar, die von igeL-Geschäftsführer Dr.-Ing. Olaf Plümer geleitet wurde, waren eine Bestandsaufnahme der bisherigen technischen Arbeit und die Planung der weiteren Projektschritte. 

Entwicklung von Prüfverfahren und Stoffstromanalyse

Am Standort Lemgo der Hochschule Ostwestfalen-Lippe bearbeitet das Team der „Leichtbauoffensive OWL“ ein umfangreiches Programm  zur Grundlagenforschung für den Möbelleichtbau. Ein zentrales Projektmodul ist dabei „lightweight.technology“: Hier werden geeignete Prüfverfahren und mechanische Modelle erarbeitet, die zur Erstellung von technischen Merkblättern für Werkstoffe im Möbelleichtbau führen sollen. Als Basis dient eine gezielte Fragebogenaktion bei den igeL-Mitgliedsfirmen. Aus den Umfrageergebnissen ergibt sich, welche Werkstoffeigenschaften als relevant angesehen und daher geprüft werden müssen, z.B. Druck-, Scher- oder Schraubenausziehwiderstand. Außerdem werden Prüfrichtlinien und Konstruktionen für die zugehörigen Prüfwerkzeuge entwickelt. Die Erarbeitung der vorläufigen Prüfmethodik durch das Hochschulteam ist bereits abgeschlossen. Ab Februar 2011 beginnt die Durchführung der mechanischen Prüfverfahren, die nach ca. 18 Monaten abgeschlossen sein werden. Dann liegen neben einem breiten Datensatz über unterschiedlichste Leichtbauwerkstoffe auch gesicherte Erfahrungen zur Eignung der Prüfmethodik vor.

Ein weiterer Baustein des Projekts ist die Stoffstromanalyse unter der Überschrift „lightweight.ecology“. Hier soll die Frage geklärt werden, inwieweit der Leichtbau die Erzeugung klimaschädlicher Gase vermindert. In Abstimmung mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) werden ab Sommer 2011 Stoffstromanalysen  in der dortigen Zentralabteilung für Technikbedingte Stoffströme (ITAS-ZTS) durchgeführt.

Delphistudie und Conjoint-Analyse

Um die Entwicklung und Vermarktung von Leichtbauprodukten in die richtigen Bahnen zu lenken, läuft in diesem Jahr unter dem Titel „lightweight.future 2020“ eine dreistufige Expertenbefragung. Die breit angelegte „Delphistudie“ bringt verschiedenste Akteure aus Industrie, Handel, Dienstleistung, Wissenschaft und politischen Institutionen zum Gedankenaustausch an einen virtuellen Tisch. Die Untersuchung wird neue Erkenntnisse zur technologischen und marktseitigen Situation sowie zu den Entwicklungspotenzialen des Möbelleichtbaus bringen. Die Erkenntnisse der Delphistudie werden danach in einer „Conjoint-Analyse“ unter dem Projektitel „lightweight.market“ weiter genutzt. Diese Untersuchung startet im Sommer 2011. Es werden entscheidende Produktmerkmale für Leichtbaumöbel herausgearbeitet, die zu einer positiven Kaufentscheidung beim Kunden führen sollen. Deren Akzeptanz wird in Relation zur konventionellen Bauweise direkt am Point of Sale in zahlreichen Kundeninterviews gemessen.


Auf dem zweiten Möbelleichtbau-Symposium der Leichtbauoffensive OWL im Frühjahr 2012 kann sich die Branche dann aus erster Hand über die Ergebnisse der Arbeiten informieren. igeL ist offen für alle, gemeinsam Lösungen für die Konstruktion und Produktion von leichten Möbeln zu erarbeiten: www.igel-ev.net

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